Die drei größten Umweltprobleme

Mit diesem Post möchte ich ein paar Gedanken mit dir teilen zum kulturellen und spirituellen Wandel und was wir gerade aktuell dazu beitragen können.

Ich habe schon mit vielen Leuten das obige Zitat geteilt und gemerkt, wie bedeutsam auch andere es finden. Daher möchte ich auch hier dazu etwas schreiben.

Das Positive vorweg: Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass dieser kulturelle und spirituelle Wandel tatsächlich langsam eintritt. Spätestens, seit Greta Thunberg in Erscheinung getreten ist. Dass sie und noch andere Jugendliche und Heranwachsende (oft Mädchen und Frauen, z. B. auch Christina von Dreien – wer kennt noch andere?) so für das Wohl der Menschheit einstehen, erfüllt mich mit Glück – und wenn so viele, Eltern, Lehrer, Erzieher, Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirte, Banker, Juristen, sich organisiert hinter sie stellen, wird mir bewusst, wie sehr gerade jetzt eine Zeit des Umbruchs gekommen ist. Hast du den gleichen Eindruck? Findest du auch, dass wir gerade in einer spannenden Zeit leben, in der vieles passiert, das wir noch gar nicht voll erfassen können, das aber alles auf einen Höhepunkt zuläuft, einen Umkehrpunkt?

Unsere wichtigste Aufgabe

In diesem Umbruch wird es unsere wichtigste Aufgabe sein: uns aufzugeben. Damit meine ich nicht, dass wir aufgeben sollen, sondern dass wir mit dem Aufgeben unserer bisherigen Überzeugungen und Denkweisen auch ein Stückweit unser altes Ich aufgeben. Denn wir werden erkennen müssen, dass all unsere Bildung, unsere Technologie, unsere Forschung nicht die Probleme werden lösen können, die sie selbst erschaffen haben. Sondern wir brauchen den genannten kulturellen und spirituellen Wandel. Das ist der Paradigmenwechsel, von dem immer wieder gesprochen wird. Schon Albert Einstein wusste: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Auch Gus Speth sagte noch etwas, nach dem einleitenden Zitat:

Und wir Wissenschaftler wissen nicht, wie man das anstellt.

Das mag stimmen für Naturwissenschaftler (wie mich (-; ). Aber Soziologen und Psychologen haben genauso wie Pfarrer, Imame und Rabbis das Zeug dazu. Und, wenn wir ehrlich sind: jeder von uns genauso. Es braucht nicht viel für eine Änderung der Denkweise. Wir dürfen uns nur bei jeder unserer Tätigkeiten fragen, inwieweit wir sie denn in dem Grundgefühl von Liebe und Verbundenheit machen. Ein Beispiel aus dem täglichen Leben bringe ich im nächsten Post.

Eine neue Sichtweise

Hier nur der Hinweis: Lernen aufzugeben heißt nicht, sich geschlagen zu geben, nichts mehr zu machen und sich damit als Person, als Individuum zu negieren, sondern ganz im Gegenteil eine neue Sichtweise auf sich selbst und die Welt zu bekommen: sich selbst nicht als Rädchen im Getriebe zu sehen, das endlich auch mal gesehen werden will, sondern zu erkennen, anzuerkennen, dass ich ein schöpferisches Wesen bin, das seinen Teil, seinen ureigensten Teil zur Gemeinschaft beitragen kann, den niemand sonst beitragen könnte – weshalb ich schon aus diesem Grund dringend für diese Gesellschaft und gerade auch die neue Denkweise gebraucht werde. Aufzugeben ist in diesem Sinne also lediglich die bisherige kurzsichtige Art des Denkens, die nur das eigene Überleben und das Bessergestelltsein gegenüber anderen im Blick hatte. Wir dürfen sie aufgeben, um darunter einen Schatz an neuer Erkenntnis, neuer Bewegung und neuem Mut zu finden.

Aktiv werden

Eine Möglichkeit, aktiv zu werden, gibt es nächste Woche, am 22. und 23. Mai 2019, in Heidelberg, wo die ICCA stattfindet, die International Conference on Climate Action, die zum Ziel hat, Maßnahmen zur Erreichung der IPCC-Ziele zu unterstützen.

Noch spannender als die Konferenz selbst können im Interesse des kulturellen Wandels m. E. die Treffen im Umfeld der Konferenz werden, unter anderem die Climate Neighbourhoods. Das sind zum Beispiel der Transition Towns Workshop am 20. Mai, der Youth Climate Summit am 21. Mai oder anderes aus dem Programm.

Spezialthema: Klimagerechtigkeit

Was ich im Zusammenhang mit obigem Zitat jedem ans Herz lege, der kommen kann, ist die Teilnahme an der Demonstration des Aktionsbündnisses „Klimagerechtigkeit jetzt unter dem Motto „Systemwandel statt Klimawandel“, die am 22. Mai ab 16 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz stattfindet. Sie will ein Zeichen dafür setzen, dass die bisherigen eher technischen Bemühungen gegen den Klimawandel nicht ausreichen, und kritisiert die ICCA als
eine Konferenz wirtschaftlicher und politischer Eliten, die dem Klimawandel allein durch Technologisierung und Green Economy entgegentreten möchte. Wir aber fordern ein Ende der Wachstumsideologie und konkretes Handeln für globale Klimagerechtigkeit. Nehmen wir „Climate Action“ gemeinsam in die Hand! (Zitat von der Website)
Das ist meines Erachtens eng verknüpft mit der Aufforderung von Gus Speth für einen kulturellen und spirituellen Wandel. Erst wenn eine genügend große kritische Masse sich selbst diesem Wandel verschrieben hat, wird das Handeln für globale Klimagerechtigkeit in großem Maße folgen können.  

Wenn du aus naheliegenden Gründen (der Entfernung) nicht mitten in der Woche nach Heidelberg kommen kannst, gibt es ja den Sonntag drauf noch eine andere Möglichkeit, den kulturellen Wandel auch auszudrücken: indem wir wählen gehen. Wir können sogar die Demokratie zu unserer machen, indem wir selbst ein Wahlversprechen abgeben. Und eine Woche vorher, schon diesen Sonntag, den 19. Mai, habt ihr auch anderenorts, achtmal in Deutschland, die Möglichkeit, für eine neue Kultur der Gemeinsamkeit einzustehen: auf den Demos von Ein Europa für alle.  

Sehen wir uns in Heidelberg auf der Demonstration?

Nächstes Mal

Im nächsten Post zeige ich unter anderem, was Liebe und Verbundenheit mit der Steuererklärung zu tun haben können. Außerdem ein paar Gedanken zur Natürlichkeit von Gier und Egoismus.